Ethanol Kamin 24 – Alles rund um Bioethanol Kamine
Ein offenes Kaminfeuer ist für viele Menschen der Inbegriff der Gemütlichkeit, doch nicht jeder hat den Platz und die Möglichkeit sich einen richtigen Holzkamin anzuschaffen. Vor allem Menschen, die zur Miete oder in einer Wohnung leben, können keinen Kamin mit Rauchabzug einbauen, der erstens teuer ist, offizielle Genehmigungen erfordert und im Falle eines Umzugs zurückbleiben muss.
Die Lösung hierfür bietet der Ethanol Kamin, der seit einigen Jahren immer beliebter wird, denn seine Vorteile liegen klar auf der Hand. Er ist einfach hantierbar und erfordert vor allem in der Tiefe wenig Extraplatz. Biokamine sind nicht zulassungspflichtig, daher kann man sie überall aufstellen und wenn sie nicht fest montiert sind, sogar von Zimmer zu Zimmer mitnehmen.
Sie verbrennen geruchsneutral und rauchlos, werden als relativ sicher eingestuft und erbringen sogar eine gewisse Wärmeleistung. Man kann verschiedene Modelle schon zu günstigen Preisen erwerben und den Designwünschen der Kunden sind kaum Grenzen gesetzt. Ob konservativ, stylish oder absolut ausgefallen, es ist wird für jeden Geschmack der richtige Biokamin angeboten. Zu den typischen Modellen gehören Tischkamine, Standkamine und Wandkamine.
Wie funktioniert ein Ethanolkamin?

Ein Ethanolkamin wird mit Brenndosen, Brennkammern oder sogenannten Bio-Boxen bestückt, wobei jeder Hersteller sein eigenes Patent entwickelt hat, die aber alle nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Die meisten Biokamine verfügen heutzutage über regulierbare Brennkammern, auch genannt Fire-box, so dass man die Flammenhöhe und die Wärmeabgabe selbst steuern kann. Auch ist meist eine spezielle Schiebertechnik integriert, mit der man den Kamin jederzeit löschen kann, was zu seiner Sicherheit beiträgt.
Die Ethanol-Brennkammer kann auch getrennt erworben werden und in einen bestehenden konventionellen Kamin integriert werden, was neuerdings immer öfter vorkommt, da auch Holzkaminbesitzer gern auf die Bequemlichkeit des Biokamins zurückgreifen. Das Einfüllen des Bio-Ethanols ist über Trichter oder spezielle Vorrichtungen ist eine einfache und handliche Sache und spezielle Keramikschwämme sorgen für zusätzliche Sicherheit. Die meisten Systeme sind praktisch wartungsfrei, da Ethanol ohne Rückstände verbrennt und haben eine sehr lange Lebensdauer, wenn man schon beim Kauf auf eine gute Qualität achtet.
Brennertechnik
Die Technik mit der diese Kamine ohne Abzug funktionieren, wurde in den letzten Jahren immer mehr verfeinert und heute bestehen die Brennkammern aus einem ausgeklügelten System, das Grundträger, Sicherheitswanne, Ethanol Brenner und Schieber zum sicheren Verschließen und Löschen des Feuers, beinhaltet. Durch verschiedene Regulierungssysteme wird der maximale Grundverbrauch von einem halben Liter pro Stunde eingehalten und durch spezielle Belüftungstechniken wird ein realistisch anmutendes Flammenspiel erzeugt.
Die Brennkammer ist ein Edelstahlbehälter mit einer Füllmenge von 1 bis 4 Litern, einer Öffnung für den Feueraustritt und einer Belüftungsöffnung für die Zufuhr von Sauerstoff. Oft wird heute ein Keramikschwamm mit angeboten, der das Ethanol aufsaugt. Das reduziert den Brennstoffverbrauch und trägt zur Sicherheit des Biokamins bei.
Der Brennstoff Bioethanol

Bioethanol ist ein reines Naturprodukt, das aus stark zuckerhaltigen Pflanzen, wie Kartoffeln Zuckerrüben, Getreide, oder Mais durch alkoholische Gärung hergestellt wird. Durch die Zugabe von Mikroorganismen, gefolgt von Aufreinigung und Dehydratisierung entsteht 99% reiner Alkohol, der dann rückstandslos und geruchsneutral unter Verbrauch von Sauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser verbrennt. Dem Bioalkohol wird eine minimale Menge Vergällungsstoff zugesetzt, damit er nicht getrunken werden kann und auch nicht unter die Branntweinsteuer fällt.
Je reiner das Ethanol ist, das man verwendet, desto größer die Wärmeentwicklung, was sich aber im Preis deutlich bemerkbar macht. 100% Ethanol verbrennt mit blaugelber Flamme, während das 96,5% durch den höheren Wasseranteil etwas mehr ins rot tendiert. Aber nicht der Reinheitsgrad entscheidet über die gute Qualität sondern die Rohprodukte, die zur Herstellung verwendet wurden und der eigentliche Herstellungsprozess.
Ethanol kann auch durch chemische Verfahren hergestellt werden, sollte dann aber nicht in Innenräumen verwendet werden, da Schadstoffe enthalten sein können. Daher ist es wichtig beim Einkauf des Brennstoffs auf eine gute Bioqualität und vertrauenswürdige Händler zu achten.
Keramikzubehör
Keramikschwämme wurden speziell für die Verwendung in einer Bioethanol-Brennkammer entwickelt und saugen das eingefüllte Ethanol sofort auf. Falls der Ofen also doch mal umkippen sollte, kann kein hochentzündlicher Brennstoff auslaufen und somit sorgt der Keramikschwamm für eine größere Sicherheit im Umgang mit dem Kamin. Außerdem wir der Verbrauch verringert und die Brenndauer verlängert. Das ermöglicht die Nutzung auch bei niedrigem Füllstand und sorgt für ein ausgeglicheneres Flammenbild.
Keramikschwämme können am Stück gekauft und dann passgenau für den individuellen Kamin zugeschnitten werden. Auch werden heute Holzscheite aus Keramik angeboten, die zum realistischeren Gesamteindruck des Kamins beitragen, da sie den echten verbrennenden Scheiten nachempfunden sind und in verschiedenen Qualitäten zu haben sind. Auch Dekosteine aus Keramik werden immer beliebter und mithilfe dieser Accessoires kann sich jeder seinen individuellen Dekokamin kreieren.
Genehmigungspflicht für Biokamine?

Für eine offene Feuerquelle im Wohnraum muss normalerweise eine Genehmigung (gemäß der Feuerstättenverordnung) eingeholt werden, die aber bei den meisten Ethanol Kaminen entfällt. Die Grenzwerte für einen genehmigungsfreien Kamin sind für den Brennstoffverbrauch 0,5 Liter pro Stunde, ein Kohlendioxidgehalt von 5000 ppm in der Raumluft und eine Außentemperatur des Gehäuses von nicht mehr als 85°C. Die meisten Hersteller aus Europa beachten diesen Rahmen und somit kann man bedenkenlos einen Biokamin in seinen eigenen Räumlichkeiten aufstellen.
Versicherungsrechtlich muss jedoch beachtet werden, dass im Falle von Kaminen, die diesen Richtlinien nicht entsprechen, die jedoch trotzdem ohne offizielle Genehmigung betrieben werden, im Falle eines Unfalls die Versicherung für den Schaden nicht aufkommen muss. Daher kann es im Einzelfall günstiger sein, ein teureres TÜV-geprüftes Exemplar zu erwerben, das den geltenden Richtlinien entspricht.
Im Januar trat die Norm DIN 4734-1 für dekorative Feuerstellen in privaten Haushalten in Kraft, und wird wohl auch auf EU-Ebene die Grundlage für eine gemeinsame Regelung bilden. In dieser wird unter anderem die maximale Füllmenge eines Ethanolkamins reguliert, als auch Regeln der Sicherheitsüberprüfung festgelegt. Auch die Bedienungsanleitung muss einem bestimmten Standard entsprechen und Hinweise zur Installation, Bedienung und Wartung geben. Seit die Din-Norm existiert gibt ein TÜV-Siegel nun endlich Aufschluss über die tatsächliche Sicherheit der einzelnen Produkte.
Wärmeleistung eines Ethanol Kamins
Obwohl der Bio-Ethanol Kamin eine gewisse Wärmeerzeugung aufweist, kann man ihn doch nicht als Ersatz für eine richtige Heizung verwenden, da die Wärmeleistung nicht groß genug ist.
Außerdem muss immer für eine ausreichende Frischluftzufuhr gesorgt werden, da Bioethanol zu Kohlendioxid und Wasser verbrennt. Kohlendioxid ist bei unzureichender Sauerstoffzufuhr gefährlich und kann Atemstillstand und Bewusstlosigkeit auslösen, da jedoch ein qualitativ hochwertiger Biokamin so viel CO2 erzeugt, wie zwei brennende Kerzen, besteht hier keine wirkliche Gefahr.
Der Wasserdampf wird als Luftfeuchtigkeit wahrgenommen, kann sich aber bei geschlossenem Fenster als Kondenswasser niederschlagen und die Schimmelbildung begünstigen. Trotz ausreichender Raumbelüftung erzeugen 0.5 Liter Bioethanol durch Verbrennung in einer Stunde etwa 2.5 kW Wärmeleistung, was sicherlich als Nebenprodukt zu einer gemütlichen Atmosphäre willkommen ist. Im Schnitt ist es als zusätzliche Heizung billiger und komfortabler als ein Elektroheizer, kann aber nicht alleine einen Raum aufheizen und warm halten.
Sicherheit von Biokaminen
Obwohl Ethanol Kamine allgemein als sicher gelten und zum Betrieb in geschlossenen Räumen geeignet sind, müssen doch gewisse Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden.
Auf eine regelmäßige Belüftung des Raumes sollte auf Grund der Kohlendioxidbildung und der Kondenswasser Entwicklung geachtet werden, da sonst gesundheitliche Schäden und Schimmelbildung in den Räumen nicht ausgeschlossen werden kann:
Die Brennkammer sollte auf jeden Fall aus Edelstahl sein, damit nichts durchbrennt und kein Ethanol auslaufen kann. Ein weiterer Schutz bieten einlegbare Keramikschwämme, die das Ethanol aufsaugen und im Falle eines Unfalls gebunden halten. Der Bio-Ethanol Kamin sollte sachgemäß aufgestellt und am besten fest montiert werden. Ist das nicht der Fall, muss er stabil stehen und ein Umwerfen durch Kinder oder Haustiere sollte nicht möglich sein.
Ein sorgsamer Umgang mit dem Brennstoff ist die Voraussetzung um größere Verletzungen zu vermeiden, auch sollte kein Benzin oder Spiritus verwendet werden. Auch darf auf keinen Fall Ethanol nachgefüllt werden, während der Kamin brennt, da dann Explosions- und Verbrennungsgefahr besteht. Die genauen Sicherheits- und Montagebestimmungen liegen jedem Ethanolkamin bei und sollten genauestens befolgt werden!
Günstig versus Qualität

Die Kosten für Ethanol-Biokamine beginnen bei 200 Euro und nach oben sind für Designerstücke keine Grenzen gesetzt. Doch hier zählt vor allem im unteren Kostenniveau nicht nur der Anschaffungspreis. Die Folgekosten und vor allem die Sicherheit sind Faktoren denen Beachtung geschenkt werden muss. Um einen geringen Ethanolverbrauch und eine maximale Sicherheit zu gewährleisten müssen beim Kauf von Biokaminen bestimmte Grundsätze eingehalten werden.
Der Ofen muss ein gewisses Gewicht besitzen, da sonst die Gefahr, dass er umfällt viel zu groß ist. Desweiteren muss der Ofen eine gute Wärmeableitung haben, um zu garantieren, dass er unten oder an der Seite nicht zu heiß wird und Möbel oder Teppichböden entzündet.
Viele Billigprodukte haben nur einen einfachen Becher als Brenner, statt einem luftzirkulierten Edelstahlsystem. Sie verbrauchen extrem viel Ethanol, was sich in den Folgekosten niederschlägt und benötigen sehr viel Sauerstoff, wodurch oft gelüftet werden muss.
Auch produzieren sie ein unsauberes Flammenbild und führen sehr schnell zu Unzufriedenheit der Kunden. Daher sollte beim Kauf auf gute Qualität geachtet werden, dann ist der Verbrauch gering, die notwendige Sicherheit gegeben und die Zufriedenheit mit dem Ethanolkamin ist garantiert.
Fazit zu Ethanol Kamine
Für jeden der ein gemütliches Kaminfeuer auch in einer (Miet-) Wohnung ohne größeren Aufwand genießen möchte, für den ist ein Bioethanolkamin sicherlich genau das Richtige. Zwar gibt es kein Knacken und Prasseln der Holzscheite, aber die Flammen schaffen eine wohnliche Atmosphäre und eine gemäßigte Wärmeentwicklung sorgt für ein gutes Raumklima.
Große Anschaffungskosten oder das Beantragen von Genehmigungen entfallen und auch Brennholz beschaffen oder Ofen säubern gehören der Vergangenheit an. Der Brennstoff kann bequem im Internet bestellt werden und verbrennt rückstandsfrei, ohne dass die Gefahr des Funkenflugs gegeben ist. Als Ersatz für die Raumheizung sind Biokamine zwar ungeeignet und besondere Vorsicht im Umgang mit flüssigen Brennstoffen kann nur angeraten werden, trotzdem kann jetzt endlich jeder ein offenes Feuer im Haus oder in der Wohnung haben und gemütliche Abende vor dem Kamin genießen.




















